Geboren in 1985 in einer Musikerfamilie , begann Fabrice Millischer
seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in Toulouse.
Im frühestem Alter debütierte er als Pianist, widmete sich dann aber dem
Violoncello und der Posaune und beendete sein Studium mit höchst
Noten auf beiden Instrumenten. Danach ging es an das CNSMD in Lyon
in die Posaunenklassen von Michel Becquet, Alain Manfrin und Daniel
Lassalle. Gleichzeitig bemühte er sich aber ebenfalls seine
musikalische Karriere auf dem Cello fortzusetzen und studierte bei
Philippe Muller, Roland Pidoux und Xavier Philips in Paris.
In 2006 hat er zusammen mit Aurélien Honoré, Jean-Philippe Navrez
und Fabien Dornic das Posaunenquartett “Quartbone”.
Hauptaufgabe des Quartetts ist es die Evolution der Posaune vom
Barock bis heute darzustellen.
Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Posaune in Budapest in
2005 und, in 2006, beim Barockposaunen Wettbewerb in Toulouse,
gewann er im Jahre 2007 den Ersten Preis des angesehenen Internationalen
ARD Musik Wettbewerbs in München. Es gilt hervorzuheben dass
zum ersten mal seit dessen Gründung in 1950 ein erster Preis im Fach
Posaune verliehen wurde.
Fabrice Millischer hat regelmässig mit den glanzvollsten barocken
Ensembles, wie „Le Concert des Nations“ von Jordi Savall, den
„Sacqueboutiers“ von Daniel Lassalle und Jean-Pierre Canihac…
zusammen gearbeitet. Er hat auch öfter die Bühne als Solist betreten in
Begleitung renommierter Orchester wie das Wiener Kammerorchester,
das Sinfonie Orchester des SWR Stuttgarts, das Orchester “Hermitage”
aus Sankt Petersburg und das National Orchester der Ukraine. Zudem
gastierte er auch mit Konzerten in der ganzen Welt (Washington, Peking,
München, Baselote, Paris), oft auch im Rahmen von Festivals die
Blasinstrumenten gewidmet sind: Workshop ETW, Epsival, die
Blasinstrumente in Dombes, Limoux Cuivrée Spéciale…
Für die Musik unserer Epoche interessiert, trug Fabrice Millischer schon
zur Schaffung einiger Werke für Posaune bei. Das Konzert für Posaune
und Blechbläserensemble von Jean Guillou so wie folgende Stücke
wurden ihm gewidmet: "Libretto" von Etienne Perruchon,
"L'appel sauvage" von Alain Celo und das Konzert für Posaune und
Orchester von Patrick Burgan “La chute de Lucifer”.
Seit 2009, er ist ein Teil des Programms "Déclic" der AFAA, das die Förderung junger Künstler gewährleistet und im selben Jahr mit der Silbernen Medaille der „Académie des Arts et Lettres” ausgezeichnet wurde.
Bestrebt seine schon umfangreichen Erfahrungen weiterzugeben unterrichtet er seit 2008 am Konservatorium von Paul Dukas in Paris und seit 2009 als Professore für Posaune an der Hochschule für Musik und Theater Saar. Dazu wird er regelmäßig zu Europäischen und Internationalen Meisterkursen eingeladen, z.B. in Washington, Peking, Quebec…
Fabrice Millischer, Künstler des Hauses "Antoine Courtois Paris", spielt auf der Posaune AC420 und ist zur Zeit Solo-Posaunist der Deutsche Radio Philarmonie Saarbrücken Kaiserslautern.